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Transferpreis OWL

Der effektive Know-How-Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist eine wesentliche Grundlage für Innovationen. Die bisherigen Strukturen des Transfers sind stark orientiert auf die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen der Forschung und einzelnen Unternehmen. Vielfach basiert er auf persönlichen Kontakten ohne eine erkennbare Systematik. Jedoch können gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gerade kleineren Unternehmen, die nicht über jedes Fachwissen verfügen, es ermöglichen, innovative Angebote zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Um Wirtschaft und Wissenschaft für diese Transferprozesse zu sensibilisieren sowie um beispielhafte Projekte bekannt zu machen, schreiben die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, die Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold, die Initiative für Beschäftigung OWL e. V. und die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe gemeinsam alle zwei Jahre den Transferpreis OWL für Kooperationsergebnisse zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen aus.

2006 wurde der Transferpreis OWL im Forum des Heinz Nixdorf Museums an die Firma Hesse und Knipps GmbH aus Paderborn und Prof. Dr. Wallaschek vom Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn für das Projekt „Mikrosensorik für die Bondtechnik“ verliehen.
2008 ging der Preis an die Abteilung Technische Chemie der Universität Paderborn und die Firma Peter Lacke GmbH aus Hiddenhausen. Er wurde im Technoparc der Firma Claas KGaA mbH in Harsewinkel vergeben und prämierte ein beispielhaftes Kooperationsprojekt zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Björn Weber, Doktorand an der Universität Paderborn, und die Firma Peter Lacke GmbH konnten sich mit einem neu entwickelten Speziallack, der die Verschmutzung von Autofelgen deutlich vermindert gegen ihre Mitbewerber durchsetzen.

Den Transferpreis OWL 2010 gewann die Kooperation zwischen der Universität Paderborn, iXtronics, der Orthopädietechnik Winkler und dem Institut für Adaptronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Er wurde am 20. Oktober im Saal der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld verliehen.  Im Rahmen zweier geförderter Projekte hatten die Kooperationspartner neuartige adaptive Prothesenschäfte und -gelenke entwickelt, die Muskelkraft ersetzen. Die Universität entwarf eine intuitive, auf der Muskelaktivität des Patienten basierende Prothesensteuerung. Jurysprecher und Vorstandsvorsitzender der Initiative für Beschäftigung OWL e. V. Prof. Dr. Gunther Olesch prophezeite, dass dieses hervorragende Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Ostwestfalen-Lippe von großem Nutzen rund um den Globus sein wird.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Dazu erklärte Thomas Niehoff, der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld : „Die quantitative und qualitative Resonanz zeigt, dass in OWL zwischen Hochschulen und Unternehmen viel läuft“.

Ansprechpartner:

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